Ruine Liebeneck - WürmtalGehzeit: ca. 3,25 Stunden/Streckenlänge: ca. 12 km
LBH - Drehklinge - Ruine Liebeneck - Würmtal - Bodenwald - Würm - LBH
Einkehrmöglichkeit: in Würm Bemerkungen: für Kinderwagen nicht geeignet Steigung: teilweise steil
Unsere Wanderung: Von der Lettenbrunnenhütte über das Eutinger Sträßchen und gleich links auf den Waldweg, der parallel zur Straße zum Seehaus führt. In den, für Kraftfahrzeuge gesperrten Straßenteil halblinks einbiegen und die Tiefenbronner Straße überqueren. Am Trafohäuschen rechts in den Fußweg einbiegen. Nach etwa 150 m quert ein Graben unseren Weg. Beim nächsten Forstweg links halten, nach ca. 120 m halbrechts in die Forststraße rechts in südlicher Richtung weitergehen zur nächsten Forststraße. Wir befinden uns im Gewann Salacker. Wir überqueren den Seelenpfad. Auf dem Seelenpfad wurden früher die Toten von Würm zur Altstädter Kirche in Pforzheim gebracht. Nach steilem, beschwerlichen Aufstieg machte man Rast bei der Heinrichskirche, oder auch Kirche in der Öd genannt. Sie stand an der alten Römerstraße etwa in der Nähe des Lerchensteines (Denkmal, s. a. Wanderung Nr. 3). Heute ist nichts mehr von ihr zu sehen. Abwärts, die Straße überqueren, über die Drehklingenbrücke und halbrechts weiter. Als Klinge werden in Pforzheim steile Schluchten im Buntsandstein bezeichnet. Der Weg steigt leicht bergan und führt durch schönen Buchenbestand. Auf der von rechts kommenden Forststraße weiter und nach etwa 40 m bei der Kurve geradeaus. Wir bewegen uns jetzt am Steilabfall des Würmtales. Der Wald geht nun in Mischwald über. Der aufmerksame Beobachter wird links des Weges mehrere alte Stolleneingänge entdecken. Schon die alten Römer hatten im Hagenschieß Bergbau betrieben. Sie hatten hier Eisen geschürft und an Ort und Stelle verhüttet. Im Laufe der Jahre kam der Bergbau nie ganz zum Erliegen. Gefunden wurden Eisenerz, Fluß- und Schwerspat. Seit dem 19. Jhd. wird nur noch Fluß- und Schwerspat gefördert. Diese Materialien finden hauptsächlich Verwendung beim Schmelzverfahren und bei der Farbenherstellung. An der Ruine Liebeneck angekommen, machen wir uns mit ihrer Geschichte bekannt, die auf einer Tafel beim Eingang zu lesen ist... (links das Wappen derer von Leutrum: Ein silberner Steinbock auf schwarzem Grund). In den Fußweg links der Ruine einbiegen und steil bergab. Zwei Forststraßen überqueren, bei der nächsten - ohne Markierung - rechtshalten und nach ca. 100 m links auf steilem Steig hinab ins Würmtal. (Buslinie Weil der Stadt - Pforzheim) Die Würm (Gesamtlänge 56 km, Entwässerungsgebiet 418 qkm) muss sich, aus dem Muschelkalk kommend, ab Mühlhausen durch den mittleren Buntsandstein nagen, bis sie beim Kupferhammer in die Nagold mündet. Das bedingt, dass hier das Tal enger wird, nicht wie bei anderen Flüssen weiter und offener, Wildwassercharakter ist vorherrschend. Das Tal ist so schmal und die Talsohle wurde so oft überschwemmt, dass man erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts mit dem Bau einer Straße begann. Auf der Busspur nach links, am Ende die Straße überqueren, dann vor dem Gasthaus Liebeneck am Wiesenrand entlang und über die Brücke gehen. Rechts halten und auf der Forststraße - links der Würm - weiter wandern. Im 18. Jhdt. wurde ein schwungvoller Holzhandel betrieben und auf der Würm fuhr manches Floß nach Pforzheim und weiter. Der Floßzoll wurde zum Reinigen der Flüsse verwendet. 1835 wurde die Würmflößerei eingestellt, der Fluss wurde nicht mehr gereinigt und liegt seitdem voller Felsgestein.
Die Waldbrunnsklinge überqueren und kurz danach bei der Kurve, auf dem Unteren Bodenweg, geradeaus weitergehen.
Schöner Uferweg. Gebiet des mittleren Buntsandsteines. Einkieselung erschwert das Verwittern des Hauptkonglomerats, das in Talausschnitten gesimsartig hervortritt. Bei zu starkem Überhang stürzen Blöcke ab, gleiten zu Tal und führen so zur Bildung von Felsenmeeren.
Zur Rechten kommt eine Waldwiese, dann an schönen Felsen vorbei, zum Stadtteil Würm. Kurz vor Erreichen der Hauptstraße zweigt rechts eine Treppe ab, die hinunter zur Würm führt. Links halten und am Ufer entlang bis zur Brücke. Über die Brücke gehen, die Würmtalstraße überqueren, (Haltestelle der Buslinie Weil der Stadt - Pforzheim), und direkt in steilem Aufstieg in Richtung Seehauswiesen hochwandern. Dort, wo links der Weg vom Alpengarten herabkommt, rechts - ohne Mark. - über die Brücke des Lettenbaches gehen. Dann links hoch und weiter zum Seehaus. Zur LBH sind es dann nur noch wenige Minuten.
Den Plan mit Wegbeschreibung bekommen Sie kostenlos auf der Lettenbrunnenhütte
Wanderung Nr. 5
Ruine Liebeneck - Würmtal
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