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Römerstraße & Grabhügel

Gehzeit: ca. 4 Stunden/Streckenlänge: ca. 15,5 km

LBH - Seelenpfad - Ruine Liebeneck - Öchslestein - Römerstraße - Grabhügel - LBH

Einkehrmöglichkeit: Lettenbrunnenhütte
Steigung: In vorgegebener Richtung mäßig

Unsere Wanderung:
Von der Lettenbrunnenhütte über das Eutinger Sträßchen und gleich rechts ab, parallel zur Straße. Am nächsten Querweg halten wir uns rechts, überqueren die Straße und wandern auf dem Waldweg weiter.

Wir durchqueren ein Sturmschadengebiet, in dem jedes Jahr Stürme verheerende Schäden anrichten. Ziel der Neuanpflanzungen: Ein Mischwald, der gegen die Wechselfeuchte des Bodens widerstandfähiger ist. (s. a. Wanderung Nr. 3).

An der Schießanlage in leichtem Bogen vorbei und weiter bis zur Querallee. Dann rechts halten und am nächsten Querweg links. Am nächsten Weg links hinten rechts halten und etwa 15 m nach der Schranke rechts in den Waldpfad zum »Lärchenstein« gehen.
Es macht Spaß die Inschrift zu lesen...
Zurück zum Weg, rechts ab, über die Tiefenbronner Straße, in den Seelenpfad.
Auf dem Seelenpfad wurden früher die Toten von Würm zur Altstädter Kirche nach Pforzheim gebracht. Wie mühselig das war, wird uns klar, wenn wir den Würmhang vor uns sehen und uns vorstellen, dass der in direktem Aufstieg bewältigt werden musste.
Ohne Markierung an der Kreuzung den Würmhang abwärts bis zum nächsten Querweg, dann links und weiter abwärts zur Drehklingenbrücke. Über die Brücke und in direktem steilen Anstieg ohne Markierung bergan. (Mit Kinderwagen ab Brücke halbrechts halten, direkt zur Liebeneck). Wir überqueren eine Forststraße und wandern weiter ohne Markierung durch herrlichen Buchenbestand. Nochmals wird ein Forstweg überquert, beim nächsten Weg links halten und kurz danach auf der Forststraße nach rechts.

Bei der Linkskurve macht uns eine Tafel auf den Bannwald Zimmeräcker und Scheiterau aufmerksam. Bannwälder sind Waldgebiete, in denen keine menschlichen Eingriffe erlaubt sind. Natürliche Verjüngung, keine Pflanzung, wurde schon seit 1805, z.Zt. der Gründung des Herzogtums Baden nachgewiesen.
Wir wandern bei der Kurve in den alten Liebenecker Weg und am Würmhang abwärts. Bei der Forststraße links halten und schon erscheint die Ruine Liebeneck im Blickfeld. Nach Besichtigung der Ruine (Tafel) wandern wir auf gleicher Höhe weiter, bleiben bei der Wegegabelung halbrechts und haben den Blick frei zum gegenüber liegenden Würmhang.

Von rechts mündet ein Forstweg auf unserer Route, und beim Weiterwandern fallen uns zur Linken geschichtete Sandsteine auf. Wenn wir uns die Mühe machen und ein Stück hochsteigen, stehen wir vor einem eingestürzten Bergwerkstollen. Beidseits des Weges entdecken wir auch große, eingefriedete Haufen der geschützten roten Waldameise.
Wieder erreichen wir eine Hinweistafel: Schonwald Saustall. Dieses Waldschutzgebiet dient der wissenschaftlichen Forschung und wir erfahren welche Baumarten in diesem Gebiet zu finden sind.
Bei einer Aussichtsplattform wird der Blick frei über das Würmtal und nach Tiefenbronn. Links steht der `Öchslestein´ zum Gedenken an das Pforzheimer `Diftele´ Ferdinand Öchsle, der Erfinder der Weinwaage, die nach Öchslegraden eingeteilt, noch heute in Gebrauch ist. Sie dient der Bestimmung des Zuckergehaltes in Weinmost.

Beim Weiterwandern erreichen wir die Immelsklinge. Die Markierung zweigt rechts ab. Wir wandern ohne Markierung auf dem Würmhaldenweg weiter bis zur Kreuzung Saustallweg. Rechts ab und teilweise ohne Markierung weiter bis zur Tiefenbronner Straße. Straße überqueren. Gleich rechts steht Seiler Kreuz.

Nach etwa 160 m rechts ab auf dem Grenzweg der ehemaligen badisch-württembergischen Grenze. Nach ca. 200 m queren wir einen Damm.
Wir stehen auf der ehemaligen Römerstraße, einer Militärstraße, die einst die Verbindung von Straßburg über Baden-Baden, Ettlingen, Pforzheim nach Cannstatt herstellte.

Weiter zum Wasserbehälter. Der Weg macht einen Bogen und nach etwa 200 m ab Wasserbeh. biegen wir links ab. Nochmals wird die Römerstraße überquert.

Unweit davon - wir befinden uns hier auf Friolzheimer Gemarkung - fand man den bekannten Leugenstein, der etwa 245 n. Chr aufgestellt wurde und erstes Zeugnis einer Siedlung PORTUS darstellt. Die Inschrift zeigt an, dass es vom Fundort noch 5 Leugen (1 Leuge = 2,22 km) bis PORTUS, der Enzfurt bei der Altstädter Kirche waren.
Wir wandern weiter, an der Kreuzung gerade aus und nach leichtem Linksbogen rechts in den Bertschsteinweg und beim nächsten Weg links ab.

Bei diesem Abzweig führt rechts ein Pfad zu einem Gedenkstein an G. A. Bertsch, der hier 1884 von einer Tanne erschlagen wurde.

Wir wandern weiter zum Friolzheimer Sträßchen, halten uns dort links und biegen nach etwa 60 m rechts ab (ohne Markierung).

Der aufmerksame Beobachter entdeckt nach ca. 75 m auf der rechten Seite einen Hügel, gegenüber noch einen und einen weiteren etwa 70 m im Gelände. Es handelt sich hier um Grabhügel aus der Halistattzeit. (So genannt, weil bei Hallstatt in Oberösterreich über 1000 solche Gräber gefunden wurden). Siedler um 800 v. Chr hatten hier ihre Toten begraben.

Wir bleiben auf dem eingeschlagenen Weg, kommen zur Kreuzung Kälberweg, halten uns halb links (ohne Markierung), nächste Kreuzung links und (ohne Markierung) geradeaus.
Links und rechts des Weges Sturmschadengebiet. Nach ca. 1 km geben uns auf der rechten Seite mehrere interessante Grenzsteine Aufschluss, dass hier das Kloster Maufbronn Besitztümer hatte. Frage: Warum hatte der Steinmetz beim Stein Nr. 318 an der Wegegabelung das badische Wappen seitenverkehrt dargestellt?
Wir halten uns rechts und kommen zum Schwabeneck. Auf dem Salz Beiz Sträßchen weiter geradeaus über die Kreuzung Eichenweg bis zum Lärchensträßchen.
Rechts vorn eine Traubeneichenversuchsfläche.
Links abbiegen. Weg rechts und auf dem Schwarztannenweg ohne Markierung weiterwandern.
Kurz vor der Kreuzung steht rechts der »Kiesslingstein« zum Gedenken an den ersten nichtadeligen Forstmeister von Pforzheim. Interessante Inschrift!
An der Kreuzung (ohne Markierung) geradeaus zum Eutinger Sträßchen und links ab zur LBH.


Den Plan mit Wegbeschreibung bekommen Sie kostenlos auf der Lettenbrunnenhütte
Wandervorschlag Nr. 7
Römerstraße & Grabhügel

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