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Neues vom Vorstand

Liebe Naturfreunde,


 

ein ereignisreiches, für uns erfolgreiches Jahr liegt hinter uns. Das vor uns liegende 2013 wird ein spannendes Jahr – für den Klimaschutz, die CO2 Minderung, die Suche nach einem Endlager für den reichlich vorhandenen Atommüll in Deutschland, für die Energiewende und ihre Kosten für uns Bürger, für die klimaneutrale Mobilität, für die Entwicklung der Verschuldung in Europa und in Deutschland. Und es wird spannend in Pforzheim nach Abschluss der ersten großen Tranche im Masterplan-Prozess. Gemeinsam mit allen Akteuren geht es nunmehr an die Umsetzung. Themen stehen an, wie Nahversorgung in den Wohngebieten, bessere Bedingungen für den Bus in der Stadt, endlich dem Fahrradverkehr eine Chance geben, die über 5.000 Studenten der Hochschule in unseren Alltag und das städtische Leben einbinden, den Ehrenamtlichen bei den sozialen Tätigkeiten helfen. Kurzum, der Stadt Bestes suchen und dafür einen Beitrag leisten. Die Naturfreunde sind bereit dazu.

66 Jahre sind seit der Wiedergründung unserer Ortsgruppe am 11. März 1946 vergangen. Vieles hat sich in der Gesellschaft und auch in der Naturfreundebewegung seit jenen Tagen verändert. An der Jahresabschlussfeier im Bären habe ich deshalb kurz innegehalten und bei der Ehrung von zehn Mitgliedern unserer OG einige Stationen Revue passieren lassen.

Horst Droste, Siegfried Michaelis, Liesel Schneider, Erwin Schöninger, EgonBischoff, Alfred Mocker, Elly Mocker, Annemarie Reuster, Waldemar Schönhardt,Hildegard Wüst sind für 65/66 Jahre Mitgliedschaft geehrt worden. Sie gehörten zu jenen, die in der Nazizeit im Untergrund gelebt und gewirkt haben. Die dieNaturfreundeideale auch im Untergrund während dieser Nazizeit hochgehaltenhaben. Die die Naturfreunde – also unsere Ortsgruppe - wieder gegründet haben und mit Leben erfüllten.

Nie wieder darf den Rechtsradikalen in Deutschland eine Chance gegeben werden. Es ist gut, dass sich in unserer Heimatstadt sehr viele Bürgerinnen und Bürger für ein nazifreies Pforzheim engagieren. Auch und gerade Mitglieder der Naturfreunde.

Im März stehen bei uns Pforzheimer Naturfreunden Wahlen an. Der Ausschuss hat sich Anfang Dezember damit befasst. Die Kernmannschaft des Vorstandes haben wir zusammen. Schön wäre es, wenn noch der eine oder andere Lust hätte, in der Verwaltung unserer OG mit zu arbeiten. Jede und jeder sind herzlich dazu eingeladen. Der Ausschuss hat eine ausgezeichnete Arbeitsmoral und ist kreativ in der Spur. Unsere Finanzen sind in Ordnung, u.a. auch weil unsere eifrigen Hüttendienste und die Fachgruppenleitungen gut sind.

Unser Dank gilt allen, die mit Ideen und ihrer Hände Arbeit helfen, dass es soerfolgreich war.

Euch wünsche ich einen guten Jahresanfang 2013 und weiterhin Freude an und mit den Pforzheimer Naturfreunden.

Berg frei

Euer Jens Kück, 1. Vorstand

 

Januar 2013



Der Zweite berichtet:

Liebe Naturfreundin, lieber Naturfreund,


 

Deutschland ist nicht mehr Vorreiter beim Klimaschutz. Es fehlt an Maßnahmen um das nationale Ziel der Reduktion des Treibhausgasausstiegs um 40 Prozent bis 2020 zu erreichen. Außerdem fehlen eine stringente Klimaaußenpolitik und Engagement in der EU-Klimapolitik. Viele EU-Staaten warten auf ein deutliches Signal aus Deutschland. Das blieb bisher aus, weil sich Umweltminister Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) nicht einigen können. Dazu zählt auch die für den Klimaschutz notwendige Energiewende. Doch die Bundeskanzlerin greift nicht ein. Anstatt die zugesagte Finanzierung von Klimaschutz in ärmeren Ländern mit zusätzlichen Mitteln zu bestreiten, wurden bereits gegebene Zusagen von einer Tasche in die andere Tasche umgeschichtet. Das hat Deutschlands Glaubwürdigkeit international beschädigt.

Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90 / die Grünen fordern die Bundesregierung ineinem gemeinsamen Antrag (Drs. 17/11651) auf, den Kampf gegen den Klimawandel wieder zu einem wichtigen Anliegen der deutschen Politik zu machen.
Dazu gehören Maßnahmen auf nationaler Ebene, um das Klimaziel von 40 Prozent zu erreichen. Außerdem soll sich die Bundesregierung für ein verbindliches internationales Klimaregime unter dem Dach des Rahmenabkommens der Vereinten Nationen einsetzen. In Doha sollten konkrete Arbeitspläne und Meilensteine für die Zeit bis 2015 vereinbart werden. Die Verhandlungsblockade soll durch eine Klimapolitik der unterschiedlichen
Geschwindigkeiten aufgelöst werden. Dazu sollten sich Vorreiterstaaten
zusammenschließen und ambitioniert vorangehen und andere Staaten motivieren, sich anzuschließen. Die Bundesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass in Doha eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls beschlossen wird.

Die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels in den Entwicklungsländern soll gesichert werden. Des Weiteren soll sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass die EU ihr Reduktionsziel jetzt ohne Vorbedingungen auf 30 Prozent anhebt. Und Deutschland soll endlich ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Reduktionszielen verabschieden, in dem der Klimaschutz als treibende Kraft für die Energiewende verankert wird. Auch international ist ein Maßnahmenpaket zu schnüren, das den Ausbau der Erneuerbaren Energien weltweit voran bringt.

Die Weltklimakonferenz in Doha ist nach zähem Ringen mit einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls zur Verringerung des Ausstoßes an klimaschädlichen Gasen bis 2020 zu Ende gegangen. Nach stundenlangen Verhandlungen setzte der Präsident der Konferenz, der stellvertretende katarische Ministerpräsident Abdullah bin Hamad Al-Attijah, den Kompromiss am Samstag gegen letzte Widerstände vor allem aus Russland durch. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) verteidigte die Beschlüsse.

Lasst mich persönlich noch erwähnen, dass mich die Jubilarehrung zuletzt im „Bären“ sehr beeindruckt hat. Naturfreunde, die 65 Jahre dabei sind - vor 65 Jahren nach der Nazi-Herrschaft angefangen haben unseren Verband wieder aufzubauen - das hat mich sehr beeindruckt!

Ich wünsche Euch und Euren Familien ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2013.


In diesem Sinne - Auf bald und Berg frei!

Euer Toni

 


Info@naturfreunde-pforzheim.de