Neues vom VorstandLiebe Naturfreunde,„Umweltbewegung der ersten Stunde“ überschrieb die PZ am 26. März 2010 ihren Vorbericht zu 100 Jahre Naturfreunde Pforzheim. Das stimmt. Denn seit ihrer Gründung 1895 in Wien haben sich Naturfreunde europaweit für Umweltthemen eingesetzt. Das reicht vom „Recht der Wegenutzung in Wald und Flur“ (1898!) und hört mit unserer „Resolution zur Nachhaltigkeit in Pforzheim“ von 2009 noch lange nicht auf. Umwelt- und Naturschutz sind breit angelegte Handlungsfelder: vor der eigenen Haustür, in der Stadt, Deutschland – ja auf unserem Planeten. Es geht um unser aller Lebensgrundlagen. Nachhaltig – theoretisch und praktisch. Global und lokal. Entsprechend bestehen Einsatzmöglichkeiten: Global und lokal.
Wir haben in unserer Ortsgruppe immer einen „Umweltreferenten“ im Vorstand gehabt. Damit sind wir gut gefahren. Bei den letzten Wahlen wurde nun angeregt, zunächst Stellenwert und Handlungsmöglichkeiten unserer OG zu diskutieren. Dazu habe ich am 8. Dezember 2011 eine Sondersitzung des Ausschusses einberufen. Aus meiner Sicht kann sich die Bilanz der OG zu Umwelt-, Naturschutz und Nachhaltigkeit sehen lassen. Seit Jahren ist durch aktives Tun, Ansprachen in Generalversammlungen und Jahresabschluss-Veranstaltungen, Diskussionen, durch Presseerklärungen und vor Ort Termine sehr vieles bearbeitet worden. Ich erinnere zum Beispiel an:
- Baumpflanzungen Deimlingstraße (2 Kaiserlinden), Sumpfzypresse (Benckiserpark), Eiche mit KiGa (Oststadtpark), zwei Bäume im Wald der deutschen Länder in Beer-Schewa (Israel), 555 Bäume im Rahmen der 100.000 Bäume NF-Aktion (bundesweiter Auftakt in Pforzheim), nach Sturm Lothar 300 Bäume im Hagenschieß, Winterlinde bei der LBH, 280 Laubbäume nach Sturm Wiebke mit Klasse 6a Buckenbergschule,
- Als Naturpark Mitglied: Schild beim Kupferhammer aufgestellt,
- Hochzeitsbrücke beim Seehaus aus Eichen Kernholz ersetzt,
- Drei-Täler-Weg neu ausgeschildert und Führungen angeboten,
- Feuchtbiotop an LBH angelegt und erweitert,
- Einsatz für Ausbau: ÖPNV in Pforzheim, Stadtbahn nach Wildbad und Bietigheim, Metrobus und elektrische Hybrid-Busse,
- Einsatz: für Müllvermeidung und gegen Verbrennung in Pforzheim, für Biomasse,
- Warnungen vor Hochwassergefahren (Klimawandel), Täler freihalten,
- Einsatz für: Solare Nutzung, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie, Mitverbrennung,
- Forderung: Strom sparen, bis 2020 Strom in Pforzheim aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen, Resolution zur Nachhaltigkeit, Energiepfad,
- 200 Kinder aus 14 KiGa’s bei LBH an Naturthemen herangeführt,
- Angebote: Fahrradfahren, Pedelec, Themen-Wanderungen,
Neu: die Kindergruppe möchte 2012 beim Naturtagebuch mitmachen.
Und: Angebote nahe der LBH sollen für Erwachsene vorgestellt werden. Parallel dazu hat Bärbel Jansen für die Naturfreunde OG Stellungnahmen zu Planungen im Großraum Pforzheim mit bearbeitet, die die anerkannten Naturschutz Verbände abgeben können. Unsere Sondersitzung hat deutlich gemacht: wir sind auf einem guten Weg. So sollten wir gemeinsam weiter machen. Arbeitsteilung ist wichtig, gerade, wenn man so breit aufgestellt ist, wie es unsere OG ist. Wir sollten ab 2012 in kürzeren Abständen über unsere Aktivitäten berichten. Dazu werden in jedem zukünftigen Info-Heftle Berichte erscheinen.
Und: Jeder von uns sollte sich seine Gedanken dazu machen und sagen, was er beitragen kann und was wir als OG weiteres tun können. In diesem Sinne: Berg frei.
Alles Gute für 2012 wünscht Euch
Euer Jens Kück, 1. Vorstand
Januar 2012 -------------------------------------------------------------------------------- Der Zweite berichtet:Liebe Naturfreundin, lieber Naturfreund,zunächst wünsche ich Euch allen und Euren Familien für das gerade begonnene Jahr 2012 alles Gute, Gesundheit und hoffentlich genügend Zeit und Lust, um Euch wie bisher bei den Naturfreunden einzubringen!
Das vergangene Jahr war für uns Naturfreunde ein Jahr der Höhen und Tiefen: Die Katastrophe in Japan hat uns aufgerüttelt und schreckliche Folgen für die Menschen in Japan und noch gar nicht absehbare Konsequenzen für die Natur weltweit mit sich gebracht. Die Ereignisse in Japan und die Erkenntnis, dass der Mensch die von ihm geschaffene Technik eben nicht immer beherrscht hat aber auch dazu geführt, dass wir in Deutschland endlich den von uns und vielen anderen Engagierten schon lange geforderten Ausstieg aus der Atomenergie endlich parteiübergreifend auf den Weg gebracht haben. Es ist bedauerlich, dass dafür erst eine solche Katastrophe geschehen musste. Auch der Amoklauf in einem Jugendzeltlager in Schweden war ein Ereignis, das uns bestürzt zurücklässt und uns in unserem demokratischen Zusammenhalt und unserer Solidarität nicht erschüttern darf.
Der Klimagipfel Ende 2011 hat leider nicht zu einer wirklichen Verbesserung oder gar einer Perspektive geführt - wir wollen hoffen, dass an dieser Stelle das Verantwortungsbewusstsein unserer Regierungen steigt und diese bald handeln.
Glücklicherweise hat unser Verein das Jahr positiv begonnen: Beim Treffen am 7. Januar wurden die Hüttendienste für 2012 bereits fast alle vergeben - so viel Einsatz muss an dieser Stelle ganz besonders begrüßt und auch einfach mal gelobt werden!
Uns allen wünsche ich ein friedvolles Jahr, in dem wir unseren Verein und uns selbst nach vorne bringen - und zwar mit Freude und viel Spaß!
Euer Toni
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